Spam-Filter sind problematisch">Zu scharfe Spam-Filter sind problematisch

Manchmal (immer öfter) schüttelt man im Umgang mit seinen Affiliates den Kopf. Heute hatte ich zum wiederholten Mal Kontakt zu einem Teilnehmer im jpc-Partnerprogramm, der sich schon mehrfach dort angemeldet hatte, jedoch nie eine Freischaltung empfangen hat. Das lag allerdings nicht daran, dass die Anmeldung nicht bearbeitet wurde sondern einfach, dass die von unserem Server versandten E-Mails nicht bei ihm ankommen.

Das kam dann bei seiner dritten Anmeldung heraus: Ich schrieb ihm, dass er bitte nicht noch weitere Anmeldungen absetzen sollte und teilte ihm gleichzeitig mit, welchen Account er zukünftig nutzen sollte. Erst darauf kam dann die Meldung, dass er noch nie E-Mails zu einem seiner Accounts erhalten habe und daher auch nicht wusste, dass diese existieren bzw. freigeschaltet sind. Ich bat ihn dann, sicherzustellen, dass die E-Mails dieses bestimmten Absenders ihn in jedem Fall erreichen können. Das ist schließlich für die Zusammenarbeit essentiell wichtig – schließlich wird die gesamte Kommunikation im Partnerprogramm i. d. R. ausschließlich per E-Mail abgewickelt.

Ich habe dem guten Mann dann jedenfalls ein neues Passwort für seinen Account erzeugt und unser Server hat die E-Mail mit dem Passwort erwartungsgemäß direkt in den Spam-Filter des Affiliates gejagt. Zumindest vermute ich das, nach einigen Tagen kam nämlich die Nachricht, dass keine Passwort-Mail eingetroffen sei. Toll war in diesem Zusammenhang die Frage, ob er denn man in seinem Spam-Filter nachsehen solle.

Nun setzte bei mir das Kopfschütteln ein, dass ich mir mit diesem Beitrag wegschreiben möchte. Da hat man nun schon darauf hingewiesen, dass E-Mails nicht durchkommen, die aber auf jeden Fall durchkommen sollten, und dann lässt der immer noch alles in den Spam-Filter laufen – und fragt noch, ob er da mal nachsehen soll.

Gefährlich?

Ich halte scharfe Spam-Filter für einen Webmaster eh für schädlich bzw. gefährlich. Schließlich könnte ja doch mal jemand eine E-Mail an den Verantwortlichen schicken, z. B. mit der Bitte, einen bestimmten Inhalt zu entfernen. Möglicherweise gibt es ja noch Leute, die so etwas direkt tun, ohne gleich den Abmahnanwalt ihres Vertrauens zu beauftragen. Sollte diese Mail nun nicht ihren Empfänger ereichen, bleibt ja nur die nächste Eskalationsstufe – und das dürfte in den meisten Fällen der Anwalt sein. Schließlich weiß der Absender ja nicht, dass seine Mail nicht angekommen ist und geht daher davon aus, dass seiner Bitte nicht entsprochen wurde.

Ich kann nur empfehlen, alle E-Mails zu lesen, die an eine Webmaster-Adresse oder eine andere im geschäftlichen Verkehr genutzte Adresse gehen. In jedem Fall gehört die im Impressum angegebene Adresse dazu.

Natürlich ist es trotzdem sinnvoll, einen Spam-Filter einzusetzen. Alle von einem gut konfigurierten Spam-Filter aussortierten Mails, die natürlich nicht gelöscht sondern in einen entsprechenden Ordner verschoben werden, können nach dieser Vorauswahl erheblich schneller kontrolliert werden. Ein kurzer Blick auf Empfänger, Absender und Betreff sollte jeweils ausreichen. Das sollte selbst bei mehreren hundert Spam-Mails nicht auf mehr als eine Minute täglich hinauslaufen.

Wer diese Zeit als Webmaster nicht investieren kann, betreibt seine Site nicht ernsthaft und ist auf keinen Fall ein möglicher Partner für das jpc-Partnerprogramm.

1 Kommentar

  1. Stefan David sagt:

    New blog post: Zu scharfe <span lang=«en« xml:lang=«en«>Spam</span>-Filter sind problematisch http://tinyurl.com/2y3tus

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