Abmahnwelle durch Media-Märkte

Die Metro-Tochter Media Markt zeigt ihr wahres Gesicht: Der auch aus der Werbung des Unternehmens bekannte Anwalt Joachim Steinhöfel überzieht Konkurrenten des Elektronik-Discounters mit einer nahezu beispiellosen Abmahnwelle.

Wie in verschiedenen Meldungen (Heise, Spiegel-online), die sich hauptsächlich auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beziehen, zu lesen ist, läuft eine breit angelegte Abmahnwelle. Der Kölner Spezialist für Versandhandelsrecht, Rolf Becker, der selbst etwa 60 der abgemahnten Händler vertritt, spricht von »bestimmt 1000 Fällen«.

Passend zur aktuellen Kampagne des Discounters suhlen sich die für die Abmahnungen Verantwortlichen in Selbstzufriedenheit: Der Media-Markt-Sprecher höhnt »Wenn die bei der Blutgrätsche Ertappten mit Zeitverzug zu Boden sinken und theatralisch Vernichtungsfeldzug hauchen, entbehrt das nicht einer gewissen Chuzpe«.

Zu hoffen ist nur, dass dieses in vielen Augen sicherlich asoziale Gebaren des Konzerns ein Echo in der Öffentlichkeit findet, das spürbare Umsatzeinbußen zur Folge hat. Nur durch den Verzicht, Media-Märkte bei seinen Kaufentscheidungen in Betracht zu ziehen, kann man seinem Missfallen an diesem Verhalten wirksam Ausdruck verleihen. Vielleicht hilft es aber auch für die Zukunft, dem Media Markt selbst die Meinung zu sagen.

Das Gästebuch des Herrn Steinhöfel ist übrigens verdächtig leer in Anbetracht der Ereignisse.

meint: Der Stefan

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