Accessibility-Logbuch ist da

Logbuch AccessibilityEin bisschen stolz bin ich ja schon. Schließlich ist nun das erste gedruckte Wort von mir erschienen, von einem Interview zum Thema Partnerprogramme mal abgesehen. Heute lagen zwei Belegexemplare vom »logbuch accessibility« in meinem Briefkasten. Darin ab Seite 86 ein Artikel, den ich im Rahmen der Accessibility Blog Parade vor einiger Zeit hier veröffentlicht hatte.

Ich hatte das Buch bereits angekündigt. Mittlerweile kann man sich das Buch auch online ansehen oder herunterladen (PDF, 8,5 MB). Im MAIN_web kann auch die Printversion angefordert werden.

Weniger wegen meines Beitrags als vielmehr wegen verschiedener anderer Beiträge ist die Lektüre des Buchs auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man sich mit dem Thema Barrierefreiheit im Internet auseinandersetzen möchte – und erst recht, wenn man es nicht möchte. Es findet eine inhaltliche Ausseinandersetzung mit Barrieren im Netz statt, die unterschiedlichste Sichtweisen auf das Thema bietet.

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Rezension »Transcending CSS« von Andy Clarke

Der Inhalt

Produktabbildung Transcending CSSDer Untertitel des Buch lautet »Neue kreative Spielräume im Webdesign«. Mit dieser Vorgabe versuchen die Autoren, dem Leser weitere Möglichkeiten zu erschließen, um durch die Nutzung von standardkonformem XHTML und CSS Design umzusetzen, das so bisher im Internet nicht möglich oder nur mit anderen Mittel darstellbar war.

Das beschriebene Vorhaben klappt ganz gut. Für den Webdesigner, der sich in seiner täglichen Arbeit bereits mit CSS beschäftigt, findet sich allerdings wenig Neues. Erst am Schluss wird auf wirklich neue Möglichkeiten eingegangen, die sich durch die Nutzung von CSS3 ergeben. Leider gibt es derzeit keine Browser, die die beschriebenen Ideen vollumfänglich unterstützen, sodass es für diesen Punkt bei Ausblicken in die Zukunft bleiben muss.

Nichtsdestotrotz ist es ein sehr lohnendes Buch. Allein die Optik und Haptik setzt sich wohltuend von vielen Büchern im Bereich Webdesign/Programmierung ab. Die beschriebenen Techniken werden nicht nur durch die üblichen Screenshots sondern auch durch zahlreiche Fotos begleitet. Zusammen mit dem hochwertigen Papier und dem leicht ungewöhnlichen fast quadratischen Format wirkt Transcending CSS sehr inspirierend.

Neben den Möglichkeiten des Einsatzes von bekannten Techniken wird auch die Anwendung von Wireframes im Designprozess beschrieben.

Die Autoren nehmen in Kauf, dass die entstandenen Designs nicht in jedem vom Nutzer verwendeten Browser identisch aussehen. Da diese Einstellung durchaus umstritten ist, werden auch gleich Argumentationsvorlagen für Auftraggeber mitgeliefert. Es ist zu hoffen, dass ausreichend Designer auf diesem Weg ihre Auftraggeber überzeugen können; nur so ist eine Weiterentwicklung auf dem Weg zu einem ohne technische Einschränkungen nutzbaren CSS möglich.

Die Autoren

Andy Clarke ist ein britischer Webdesigner mit eigener Agentur. Wie auch die Co-Autorin Molly E. Holzschlag, ist Andy Clarke Mitglied im Web Standards Project und hat 2006 die Website der Organisation neu gestaltet.

Mitautorin Molly E. Holzschlag wurde der breiten Masse der Webdesigner spätestens durch ihre Mitarbeit am Buch »Zen und die Kunst des CSS-Designs« von Dave Shea bekannt. Sie gehört zu den einflussreichsten Frauen im Web.

Beide Autoren sind Mitglied des W3C.

Die Zielgruppe

Die Zielgruppe des Buchs ist klar umrissen: Webdesigner und Webworker sollten sich das Buch kaufen. Grundlegende Vorkenntnisse in XHTML und CSS werden vorausgesetzt.

Das Fazit

Da Buch ist optisch und inhaltlich ein Genuss. Trotz des nicht ganz günstigen Preises von 44,95 Euro gibt es eine klare Kaufempfehlung von mir.

Links zum Buch

Technische Angaben

  • Transcending CSS
  • Neue kreative Spielräume im Webdesign
  • von Andy Clarke, Mitarbeit von Molly E. Holzschlag
  • ISBN 9783827325457
  • Addison-Wesley-Verlag, 05/2007
  • 372 Seiten, kartoniert/broschiert

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Webkrauts führen Umfrage für Webworker durch

Logo der Webkrauts-UmfrageJetzt wollen wir es wissen: Die Webkrauts nehmen sich ein Beispiel an dem amerikanischen Online-Magazin A List Apart, das im vergangenen Frühjahr den Web Design Survey initiert hat und führen nun selbst eine Umfrage unter Webworkern durch.

Die Umfrage richtet sich an jeden im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein) lebenden und arbeitenden Webworker; ganz gleich ob weiblich oder männlich, Freelancer oder Angestellter. Das beinhaltet Webdesigner, Entwickler, Projektmanager, Suchmaschinenexperten, Webautoren, Online-Redakteure, Informationsarchitekten, Usability-Experten, Web-Ergonomen, XML-Evangelisten und sonstige Webworker. Wir bitten jeden, der an der Entwicklung von Websites im deutschsprachigen Raum arbeitet, an der Umfrage teilzunehmen.

Die Webkrauts führen die Umfrage durch, um Antworten auf folgende Fragen zu erhalten: Wer sind wir? Wo leben wir? Welche Berufsbezeichnung geben wir uns? Was haben wir für eine Ausbildung? Was sind unsere Kernkompetenzen? Was verdienen wir und was sind unsere Ziele? Und vielleicht ergeben sich auch interessante Ergebnisse im internationalen Vergleich.

Ab dem 7. Januar 2008 finden Sie den Fragebogen bei Michael Jendryschik. Die Umfrage läuft bis zum 18. Februar 2008.

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Rezension »Bulletproof Webdesign« von Dan Cederholm, 2. Auflage

Der Inhalt

Produktabbildung Dan Cederholm: Bulletproof WebdesignIn seinem Buch Bulletproof Webdesign zeigt Autor Dan Cederholm, wie man Webseiten kugelsicher (»bulletproof») gestaltet. Gemeint ist, mit Hilfe standardkonformen Quellcodes (HTML oder XHTML) in Verbindung mit CSS eine Webseite so aufzubauen, dass Änderungen durch den User, wie das Abschalten von Grafiken oder die Vergrößerung der Schrift um mehrere Stufen, zwar das Layout der Seite verändern können, aber weiterhin alle Inhalte les- und wahrnehmbar lassen.

Cederholms Buch ist sinnvoll strukturiert. In jedem der ersten acht Kapitel greift er sich eine Beispielseite bzw. einen Seitenbestandteil, der nicht kugelsicher ist. Es folgt eine anschauliche Erklärung, warum eben dieser Bereich nicht kugelsicher ist. Anschließend wird dem Leser auf sehr anschauliche Art gezeigt, wie die Seite bei gleicher oder nahezu gleicher Optik besser umzusetzen ist.

Dazu wird valides semantisches XHTML verwendet, das dann mit CSS in Form gebracht wird. Cederholm hält sich strikt an die Trennung von Inhalt und Aussehen. In einigen Fällen ist für die gewünschte Umsetzung zusätzliches Markup nötig, der Gebrauch hält sich aber in sehr vernünftigen Grenzen und wird in jedem Fall anschaulich begründet.

Alle Beispiele im Buch sind sehr ausführlich mit Codebeispielen und Screenshots dokumentiert.

Im letzten Kapitel werden die Erkenntnisse aus den ersten acht Kapiteln genutzt, um eine ganze Seite kugelsicher aufzubauen. Hier wird noch einmal anschaulich verdeutlicht, dass kugelsicheres Design kein Wunschdenken sondern absolut praktikables Handwerk ist.

Das Buch liegt mittlerweile in der zweiten Auflage vor. Einiges wurde aktualisiert und erweitert, um den Entwicklungen im CSS-Design und neuen Browser-Versionen Tribut zu zollen. Wo nötig wird nun beispielsweise auf Eigenarten des Internet Explorer 7 (IE7) hingewiesen.

Nettes Detail: Die Einschüsse, die auf dem Titel zu sehen sind, sind eingeprägt und somit auch fühlbar.

Die Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Webdesigner und Webautoren bzw. an jeden, der mit der Erstellung einer Website in Berührung kommen kann.

Das Fazit

Manche der Beispiele im Buch sind konstruiert, damit sich das Layout auf jeden Fall mit den gegebenen Mitteln umsetzen lässt. Nicht jedes Design lässt sich mit den Bulletproof-Rezepten realisieren. Das kann man allerdings nicht dem Autor oder dem Buch ankreiden sondern es ist den Designern zur Last zu legen, die von der Umsetzung keine Ahnung haben. Gerade für diese Gruppe sollte das Buch als Pflichtlektüre gelten.

Das gilt aber auch für jeden Webautor, jeden Webdesigner und überhaupt jeden, der auf Quellcodeebene an einer Website arbeitet. Nicht umsonst hat es das Buch schon zum Standardwerk in Kreisen der sich an Webstandards haltenden Webautoren gebracht.

Links zum Buch

Technische Angaben

  • Bulletproof Webdesign
  • absolut flexibel und für alles gewappnet mit CSS und XHTML
  • von Dan Cederholm
  • ISBN-10: 3-8273-2629-X
  • ISBN-13: 9783827326294
  • Addison Wesley Verlag, 12/2007, zweite Auflage
  • 294 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Gebunden

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Frisch auf dem Tisch:

Produktabbildung Dan Cederholm: Bulletproof WebdesignSoeben direkt vom Verlag eingetroffen: die zweite Ausgabe von Dan Cederholms »Bulletproof Webdesign«. Dann sind die Feiertage ja gerettet.

Als erstes fällt mal auf, dass die Einschüsse auf dem Cover echt sind – sie gehen aber natürlich nicht durch. Nette Idee, finde ich. Auf den Rest freue ich mich schon; mehr gibt es, wenn ich durch bin.

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