Fortsetzung der Farce

Das Versandhandels-Lustspiel, das Karstadt nun seit dem 10.12.2007 mit meiner Bestellung aufführt, ist immer noch nicht zuende. Bevor der Vorhang fällt, hat man nun auch noch trotz nicht erfolgter (aber angekündigter) Auslieferung der längst stornierten Bestellung meine Kreditkarte belastet.

Details dazu in den Nachträgen zum Artikel: Nachtrag 1 und Nachtrag 2.

Kommentare und Trackbacks (2)

Nur Unprofessionalität oder schon Betrug?

Es folgt die kurze Geschichte eines Shopping-Erlebnisses, wie es nicht vorkommen darf, schon gar nicht im Jahr 2007.

Mit dem Wunsch, ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn zu erwerben (was genau, kann noch nicht verraten werden – er könnte mitlesen), startete vor einigen Tagen eine E-Commerce-Odyssee, die ich hier mal in chronologischer Form wiedergebe:

weiterlesen »

Kommentare und Trackbacks (6)

BGH-Entscheidung zu Preisangaben im Internetversandhandel

Der BGH hat heute ein Stück weit mein Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit wieder hergestellt. Veröffentlicht wurde eine Pressemitteilung zu einer heute ergangenen Entscheidung des für Wettbewerbsrecht zuständigen 1. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs, in der es um Preisangaben im Internetversandhandel ging. Der Media Markt hatte MindFactory verklagt.

Hier ein Auszug der Pressemitteilung im Wortlaut:

Der Bundesgerichtshof hat zwar bestätigt, dass der beanstandete Internetauftritt des beklagten Versandhändlers den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprach. Er hat jedoch der Auffassung der Vorinstanzen widersprochen, die Preisangabenverordnung nötige dazu, die zusätzlichen Hinweise auf die Umsatzsteuer und die Liefer- und Versandkosten auf derselben Internetseite zu geben, auf der die Ware angeboten und der Preis genannt werde. Dem Internetnutzer sei bekannt, dass im Versandhandel neben dem Endpreis üblicherweise Liefer- und Versandkosten anfielen. Er gehe auch als selbstverständlich davon aus, dass die angegebenen Preise die Umsatzsteuer enthielten. Es genüge daher, wenn die fraglichen Informationen alsbald sowie leicht erkennbar und gut wahrnehmbar auf einer gesonderten Seite gegeben würden, die der Internetnutzer bei näherer Befassung mit dem Angebot noch vor Einleitung des Bestellvorgangs aufrufen müsse.

Das Urteil gibt endlich Klarheit in einer Angelegenheit, die jeden Online-Shop betrifft und in der Vergangenheit häufig zu Abmahnungen geführt hat. Ich hoffe, dass zukünftig noch häufiger mit solch realistischen und verständigen Urteilen zu rechnen ist. Allerdings hat es das Berliner Amtsgericht mit seiner durch das Landgericht bestätigten Entscheidung zu IP-Speicherung gerade geschafft, die Erwartungen da nicht allzu hoch ansetzen zu lassen. Auch absolut unpassende und wenig durchdachte Forderungen von manchen Verbraucherschützern helfen da nicht weiter.

Kommentar schreiben

Köstlicher Usability-Review

Mir ist Get Elastic schon öfter positiv aufgefallen – man betrachtet in diesem Blog das Thema E-Commerce mit ebensoviel Fachkenntnis wie Augenzwinkern. Der Review eines norwegischen Online-Shops schlägt dem Fass jedoch den Boden aus – wenn man die erste Ansicht des Shops überlebt hat, heißt das.

Zu den absolut angemessenen Empfehlungen für den Shop gehören Punkte wie blinkender Text und mehr Ausrufezeichen. Weitere, durchaus detaillierte Usability-Empfehlungen kann man dem Artikel entnehmen.

Fazit: köstlich. Bewertung: Pflichtlektüre.

Achtung: Für Beeinträchtigungen der geistigen Gesundheit wird keine Haftung übernommen. Die Hard- und Software wird vermutlich nicht geschädigt, Geduld sollte jedoch aufgebracht werden. Für das Laden der Seite waren 144 Server-Requests nötig und trotz 6-Mbit-Leitung war die komplette Seite für mich erst nach ca. 40 Sekunden zu sehen – und das bei mehreren Versuchen.

Kommentar schreiben

jpc bloggt

jpc, der Onlineshop für Musik, Filme und Bücher, startet sein eigenes Weblog. Mehr dazu auf der Seite.

Der aufmerksame Betrachter wird eine nicht zufällige Namensgleichheit beim inhaltlich Verantwortlichen des Blogs und mir feststellen ;-)

Kommentar schreiben