Symposium Barrierefreies Webdesign (BOA – Best of Accessibility)

Am 25.9.2008 findet in Düsseldorf das zweite BOA (Best of Accessibility)-Symposium statt. Die Liste der Referenten klingt vielversprechend und lässt eine hochwertige Veranstaltung erwarten. Einige der Webkrauts, die in Ihren Reihen gerade wieder lebhaft über diese Themen diskutieren, sind auch vertreten.

Was verspricht die Ankündigung noch?:

Einsteiger und Experten für das Themengebiet »Barrierefreies Webdesign« finden dort Wissen, Wissenserweiterung und Networking sowie namhafte Referenten/innen zum Schwerpunkt-Thema Web 2.0 und Barrierefreiheit.

Der reguläre Preis für dieses Erlebnis beträgt 298 Euro und schließt neben der anspruchsvollen Themenbehandlung ausreichend Pausen, ein reichhaltiges Mittagsbuffet und eine schwungvolle Abschlussveranstaltung mit Netzwerk-Charakter ein. Frühbucher zahlen bis zum 31.7.2008 nur 250 Euro.

Weitere Infos

In Anbetracht der Missverständnisse und Halbwahrheiten, die sich im Bereich der barrierefreien Webgestaltung immer wieder offenbaren, ist es für professionelle Webworker sicherlich gut investiertes Geld und sinnvoll aufgewendete Zeit, hier teilzunehmen. Warum sich das Buzzword »Web 2.0« in die Ankündigung verirrt hat, kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

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Accessibility-Logbuch ist da

Logbuch AccessibilityEin bisschen stolz bin ich ja schon. Schließlich ist nun das erste gedruckte Wort von mir erschienen, von einem Interview zum Thema Partnerprogramme mal abgesehen. Heute lagen zwei Belegexemplare vom »logbuch accessibility« in meinem Briefkasten. Darin ab Seite 86 ein Artikel, den ich im Rahmen der Accessibility Blog Parade vor einiger Zeit hier veröffentlicht hatte.

Ich hatte das Buch bereits angekündigt. Mittlerweile kann man sich das Buch auch online ansehen oder herunterladen (PDF, 8,5 MB). Im MAIN_web kann auch die Printversion angefordert werden.

Weniger wegen meines Beitrags als vielmehr wegen verschiedener anderer Beiträge ist die Lektüre des Buchs auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man sich mit dem Thema Barrierefreiheit im Internet auseinandersetzen möchte – und erst recht, wenn man es nicht möchte. Es findet eine inhaltliche Ausseinandersetzung mit Barrieren im Netz statt, die unterschiedlichste Sichtweisen auf das Thema bietet.

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»logbuch accessibility« wird ausgegeben

Banner Event: Öffentliche Buchausgabe logbuch accessibility

In wenigen Tagen, nämlich am 27.3.2008, wird in Wien im Rahmen einer öffentlichen Buchausgabe das logbuch accessibility vorgestellt. Die Herausgeberinnen Beate Firlinger und Brigitta Aubrecht veröffentlichen in diesem Buch Beiträge, die im Rahmen der Accessibility Blog Parade im Herbst 2007 gesammelt wurden. Einer der Beiträge stammt von mir und wird wohl auch in der Druckausgabe veröffentlicht, was mich natürlich sehr freut, da es auch tatsächlich die erste Print-Veröffentlichung von mir ist. Die Genehmigung zum Abdruck habe ich dementsprechend freudig erteilt.

Mehr zur Veranstaltung gibt es im MAIN_blog. Für mich ist der Weg leider etwas weit, ich werde an der Veranstaltung also wohl nicht teilnehmen. Die Veranstalter versprechen aber verschiedenste Formen der Live- und Nachberichterstattung. Ich bin gespannt …

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Websites">Austausch mit Nutzern barrierearmer Websites

Nun bin ich tatsächlich auch noch eingeladen worden, einen Beitrag zur Accessibility Blog Parade beizusteuern. Ich halte mich zwar absolut nicht für einen Fachmann auf diesem Gebiet, aber schließlich habe ich mir selbst die Barrierearmut auf die Fahne geschrieben und sollte daher auch etwas dazu beitragen können.

Banner Accessibility Blog Parade

Nutzererfahrungen

Wichtig beim Bau eines barrierearmen Frontends ist neben der Umsetzung eigener Erfahrungen die Beteiligung von und der Austausch mit den Nutzern dieses Frontends. Aber was tun, wenn man selbst nicht auf die Barrierearmut angewiesen ist und auch keine solchen Nutzer im direkten Bekanntenkreis hat?

Ich habe das (manchmal zweifelhafte) Glück, öfter Kontakt zu den Kunden des Shops zu haben, für den ich im Online-Marketing tätig bin. In dieser Eigenschaft habe ich mir in mehreren Jahren immer wieder die E-Mail-Adressen von Kunden zur Seite gelegt, die sich im Verlauf unseres Kontakts als Sehbehinderte, Blinde oder Menschen mit anderen Beeinträchtigungen herausgestellt haben. Als es nun daran ging, einen barrierearmen Shop aufzusetzen, habe ich nun an die Adressen dieser Nutzer die Bitte gerichtet, die erste veröffentlichte Version des Shops einem Test zu unterziehen und mir von ihren Erfahrungen zu berichten und gern auch Verbesserungsvorschläge zu machen.

Austausch mit den Nutzern

Die Antworten waren sehr unterschiedlich: Manche meldeten sich gar nicht, andere waren begeistert und sehr engagiert bei der Sache und wieder andere haben zwar nicht selbst reagiert, haben meine Anfrage jedoch an verschiedene Nutzergruppen weitergeleitet, z. B. über eine Mailingliste, was dann wieder andere Nutzer brachte, die gern geholfen haben.

Die Qualität der Antworten war ähnlich uneinheitlich wie die eigentliche Reaktion. Die absolute Ausnahme waren klare Verbesserungsvorschläge. Allerdings waren bei den meisten Reaktionen die Problembeschreibungen ausführlich genug, um in der einschlägigen Literatur zum Thema auch Lösungen zu finden. Man stellt sehr schnell fest, dass zum einen immer wieder überraschende Probleme auftreten, mit denen man – auch mangels Erfahrung – nicht gerechnet hat und zum anderen, dass Barrierefreiheit ein frommer Wunsch ist und bleiben wird.

Bemerkenswert war, dass mit einer Ausnahme auf diese Anfrage ausschließlich Blinde geantwortet haben. Auch Monate nach dem öffentlichen Start des Shops gab es keine anderen Reaktionen dazu. Die Ausnahme war ein mobiler Nutzer, der zufällig auf der Site gelandet war und sich sehr begeistert geäußert hat.

Was bis heute fehlt, sind Nutzer, die eingeschränkt sehen können. Von diesen wünschte ich mir Berichte über die Links zur Schriftskalierung und zur Möglichkeit der Farbinvertierung. Bis jetzt weiß ich nicht, ob diese Tools genutzt werden oder ob die Nutzer lieber auf die von der Zugangssoftware bereitgestellten Möglichkeiten zurückgreifen. Auch von motorisch eingeschränkten Nutzern fehlen mir Äußerungen, die mich aber brennend interessieren würden.

Fazit

Ein Fazit lässt sich aus dieser Erfahrung kaum ziehen. Wenn überhaupt, dann ist es die Einsicht, dass Barrierearmut in der Umsetzung ein schwieriges Thema ist und vermutlich auch bleibt. Für mich heißt es, das im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten Beste zu tun und den eigenen Lernfortschritt in neue und alte Projekte einfließen zu lassen.

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Gedanken zu Schriftskalierungs-Widgets

Im accessBlog von EfA fragt der Autor nach dem Sinn von Widgets zur Schriftskalierung. Weitere Meinungen dazu würden auch mich interessieren. Es ist zur Diskussion aufgerufen.

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