Recap Betrunken Gutes Tun 2013 in Münster

Bereits im sechsten Jahr wurde auch in 2013 wieder das von Marcus Tandler ins Leben gerufene Charity-Event »Betrunken Gutes Tun« durchgeführt. In 19 Städten in 3 Ländern fanden zeitgleich Treffen von Onlinemarketern statt, um das Rekordergebnis von 33.589 Euro Spenden aus dem Vorjahr zu übertreffen. Ob das geklappt hat, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, da noch nicht alle Zahlen aus allen Städten bekannt sind.

Logo Betrunken Gutes Tun

In Münster haben wir in jedem Fall das schon gute Ergebnis aus dem Vorjahr bei weitem übertroffen. Waren es 2012 noch knapp über Tausend Euro, sind es in diesem Jahr sogar 1.434 Euro, die an zwei Charity-Organisationen in Münster gehen. Zu den Spenden der Sponsoren in Höhe von 1.414 Euro kamen noch 20 Euro Barspende aus Tassenpfand.

Den Sponsoren, den »Goldenen Trunkenbolden«, haben wir diesen Erfolg für den Guten Zweck zu verdanken. Waren es im Vorjahr schon 9 Sponsoren, die wir erreichen konnten, haben wir in 2013 sogar 10 Sponsoren verpflichten können. Im Einzelnen waren das:

Jeder der Sponsoren hat sich verpflichtet, pro Getränk, das am Abend getrunken wird, einen Euro an eine der ausgewählten Charity-Organisationen zu spenden. Mit 25 Teilnehmern haben wir es an dem Abend auf 114 Glühwein und andere Getränke gebracht. Die meisten Sponsoren haben zudem noch spontan die Spendensumme von 114 auf 150 Euro erhöht.

Fast alle Teilnehmer haben sich auf dem unten zu sehenden Gruppenfoto verewigen lassen. Der Dank für das Foto geht an Paul Porzky, der auch den ersten Recap zur Veranstaltung geschrieben hat.

Die erzielte Spendensumme wird an zwei Charity-Organisationen verteilt – die Münster Tafel e.V. und Tatort – Straßen der Welt e.V. Ich bin mir sicher, dass beide Organisationen geeignete Verwendung für das Geld haben. Die Spenden werden direkt von den Sponsoren an die Charity-Organisationen überwiesen.

Mein Ganz besonderer Dank geht an die Sponsoren, aber auch an die Teilnehmer, die mich beim Anwerben der Sponsoren unterstützt haben. Und ebenfalls bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern vor Ort. Ohne die Teilnehmer, die teils sogar ziemlich weite Anfahrtswege in Kauf genommen haben, wäre niemals diese hohe Spendensumme erzielt worden. Danke an euch alle.

Danke auch wieder an Marcus Tandler für die Idee und an Andi Bruckschlögl und Lena Harlass von OnPage.org, die sich um die Website zur Veranstaltung und die Facebook-Events gekümmert haben und die Kommunikation mit den örtlichen CTOs (Chief Trunkenbold Officer) am Hacken hatten.

Gruppenfoto Betrunken Gutes Tun 2013 in Münster

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Klickraten bei Google

Mich erreichte eine Anfrage zum Thema »Verteilung der Klicks auf die organischen Treffer bei Google«. Es wurde hinterfragt, ob es belastbare Quellen für die Klickverteilung gibt und vermutet, dass es spätestens auf Seite 2 und 3 der Suchergebnisse bei Google keine relevante Zahl an Klicks mehr geben kann.

Symbolbild: Suche nach 'klickverteilung' bei Google

Nach kurzer Überlegung habe ich mir erst gar keine weitere Mühe gegeben, eine Quelle zu finden. Stattdessen habe ich mir ein wenig Zeit genommen und habe der Anfragenden dargelegt, warum es aus meiner Sicht und meiner Erfahrung keine belastbare Quelle für die Klickverteilung geben kann. Da ich dabei nicht spezifisch auf das Thema eingegangen bin, zu dem die Klickverteilung erfragt wurde, sondern meine Gedanken dazu eher allgemeiner Natur sind, habe ich mich entschlossen, die Infos an dieser Stelle ebenfalls zu veröffentlichen. Ein wenig wurde noch ergänzt und umformuliert – was man eben so macht, wenn man ein zweites Mal über einen Text geht.

Warum es keine allgemeingültigen Aussagen zur Klickverteilung geben kann

Ziel der Anfrage war es, Aussagen zur Sichtbarkeit in einer spezifischen Branche zu machen, also aus der Platzierung einzelner Seiten in Verbindung mit dem Suchvolumen eine Sichtbarkeit oder gar ein Besucheraufkommen ableiten zu können. Ein Wunsch, den nicht nur viele Seitenbetreiber haben sondern natürlich auch die einschlägigen Toolanbieter.

Zur Klickverteilung bei Google und damit zu einer CTR (click through rate, Durchklickrate) je Position kann es m. E. keine belastbare aktuelle Quelle geben. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig:

Nutzerspezifische Trefferlisten

Jeder Nutzer bei Google (in Deutschland derzeit die nicht die wichtigste sondern die einzig relevante Suchmaschine, von Spezialangeboten abgesehen) bekommt seine eigene Trefferliste ausgespielt. Individualisiert wird dabei mindestens auf Standortebene, je nach Status und Historie aber auch auf der Ebene von persönlicher Vernetzung, Suchhistorie gesamt, Suchhistorie in der aktuellen Session, Endgerät und vermutlich noch ein paar andere Dinge, die Google ungern an die große Glocke hängen würde.

Markenbekanntheit

In seiner Bachelorarbeit hat Hendrik Terbeck das sehr nett aufbereitet: Nicht allein die Platzierung zählt für die Klickrate sondern auch die Markenbekanntheit. Aus eigener Erfahrung ein Beispiel: Ranke ich zu einem produktbezogenen Suchbegriff auf Platz 2 hinter Amazon, habe ich eine CTR zwischen 10 und 20 %, bei bestimmten Themen auch mehr, Amazon (vermutlich) auf Platz 1 eine CTR von 50–60 %. Tauscht Google jetzt die Plätze für uns, bekomme ich allerdings trotzdem nicht mehr als 30 % auf Platz 1, Amazon wird aber vermutlich immer noch knapp 50 % der Klicks bekommen. Die Marke ist einfach so stark, dass sie auch Klicks zieht, die sonst ein besser platzierter Treffer bekommen würde.

Werbefläche

Nicht nur die Trefferliste selbst ist individualisiert sondern auch die eingeblendete Werbung über, neben und unter den Suchergebnissen. Es gibt mittlerweile viele Beispiele, bei denen der zweite organische Treffer nicht mehr ohne Scrollen im Viewport sichtbar ist. Zu einer anderen Tageszeit oder bei einem anderen Nutzer muss das aber nicht ebenso aussehen. Das dürfte unmöglich auszuwerten sein.

Layoutänderungen der Trefferlisten

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Layout der Trefferlisten auch abgesehen von der Individualisierung über den Verlauf einer längeren Studie identisch bleibt, ist sehr gering. Google ändert laufend das Layout, auch wenn die Anpassungen teils nur marginal sind. Ein Einfluss auf die Klickverteilung wäre aber nicht auszuschließen und man könnte wieder von vorn anfangen.

Inhalte und Darstellung der Treffer (Snippets)

Durch die Inhalte der Treffer mit Seitentitel, URL oder Breadcrumb und Beschreibung, und die Darstellung mit Rich Snippets (Videovorschau, Bewertungssterne, Autoreneinbindung etc.) wird die Klickverteilung extrem beeinflusst. Ein interessantes Rich Snippet bekommt auch auf Position 7 noch etliche Klicks ab, während ein Treffer, der sich optisch nicht von den anderen unterscheidet, hier eine Klickrate im niedrigen einstelligen Prozentbereich hat.

Thema, Art der Recherche

Bei vielen Suchen wird es tatsächlich nicht viele Klicks für Treffer auf der zweiten Seite geben. Bei rechercheintensiven Themen kann es aber auch auf Seite 2 und 3 noch einige Besucher geben. Das gilt insbesondere, wenn es unter den ersten Treffern die üblichen Plattformen gibt, die zwar jede Frage beantworten, keine jedoch mit der gewünschten Tiefe. Da klickt der Nutzer gern auch mal weiter in den Trefferlisten rum. Ein so interessierter Besucher ist ggf. auch noch interessanter für den Seitenbetreiber als jemand, der bei einer oberflächlichen Suche den ersten Treffer anklickt.

All diese Punkte zusammengenommen, kann es eigentlich nichts Belastbares geben, aus dem man eine Klickverteilung ableiten kann. Die gängigen SEO-Tools wie Sistrix und Searchmetrics versuchen das, können jedoch eigentlich an dieser Aufgabe nur scheitern. Und das kann man ihnen noch nicht einmal zum Vorwurf machen.

Mich interessieren eure Meinungen zum Thema. Sind eure Erfahrungen da anders oder ähnlich? Habt ihr gar eigene Untersuchungen dazu gemacht?


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Lower Carbs, Higher Rankings – mein Vortrag auf der SEO CAMPIXX

Auf der SEO CAMPIXX 2013, genauer gesagt auf dem Next Level Day, der am Vortag der zweitägigen SEO-Unkonferenz stattgefunden hat, habe ich einen Workshop zu Low-Carb-Ernährung gehalten. Es ging in diesem Workshop weniger um grundsätzliche Fragen zu dieser Ernährungsweise sondern eher um meine persönlichen Erfahrungen mit Low-Carb.

Vor neun Monaten habe ich meine Ernährung umgestellt auf Low-Carb und ich konnte mit vergleichsweise wenig Aufwand bisher 17–kg von der Waage fegen. Einen ähnlichen Effekt hatte ich schon bei anderen beobachtet und ich fand es spannend, von meinen eigenen Erfahrungen dazu auch mal in einem größeren Kreis zu berichten.

Der Workshop ist bei den Teilnehmern gut angekommen – zumindest dem Feedback nach, das mich erreicht hat. Ich habe mich daher entschieden, die Slides zum Workshop bei Slideshare zu veröffentlichen. Leider fehlt hierbei natürlich der gesprochene Teil mit Detailinfos und natürlich auch die Fragen und Rückmeldungen der Teilnehmer und die daraus entstandenen Diskussionen. Aber die eine oder andere Info zu Low-Carb aus den Slides ist sicher auch ohne das Nutzerfeedback interessant.

Lower Carbs – Higher Rankings von Stefan David

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Recap Betrunken Gutes Tun 2012 in Münster

Banner Betrunken Gutes Tun

Am vergangenen Donnerstag hat die von Marcus Tandler initiierte Aktion »Betrunken Gutes Tun« stattgefunden, die nun schon im 5. Jahr unter dem Motto SEOs for Charity eine wachsende Zahl von SEOs auf den Weihnachtsmärkten der Welt versammelt, um durch Trinken Spenden zu sammeln. Entgegen dem polarisierenden Namen der Aktion gilt natürlich jedes Getränk, unabhängig vom Alkoholgehalt. Es wurde also von vielen Teilnehmern weniger betrunken als gesellig Gutes getan.

In diesem Jahr fand dieses Event in 20 Städten statt und beschränkte sich nicht nur auf Deutschland, wie in den Vorjahren, sondern konnte auch in der Schweiz, in Österreich (gleich in mehreren Städten) und sogar in den USA SEOS motivieren, in geselliger Runde Spenden zu sammeln.

Betrunken Gutes Tun 2012 Münster Obwohl unser CTO (Chief Trunkenbold Officer) Malte bereits einen Recap der Veranstaltung in Münster geschrieben hat, möchte ich auch noch die Gelegenheit nutzen, meinen eigenen Recap zu veröffentlichen und mich insbesondere bei den örtlichen Teilnehmern und Sponsoren zu bedanken.

Etliche der Teilnehmer in Münster haben es geschafft, Sponsoren für die Aktion zu werben, sodass wir auf 9 Sponsoren kamen, die sog. Goldenen Trunkenbolde. Im Einzelnen sind das:

Liste der Getränke Allen Sponsoren gilt unser herzlicher Dank. Und natürlich auch den Teilnehmern am Abend, von denen viele nicht nur aus Münster kamen sondern deutlich weitere Strecken in Kauf genommen haben, um ihren Beitrag zu leisten. Den Rekord dürfe Andreas mit der Anreise aus Hannover halten.

Mit vereinten Kräften und den kurzfristigen Absagen einiger Teilnehmer zum Trotz schafften wir es auf 70 Getränke, die auf dem schon früh schließenden Weihnachtsmarkt in Münster getrunken wurden. Für jeden Sponsor kam also lt. Reglement eine Zahlung von 70 Euro zusammen, die in nahezu jedem Fall auf 100 Euro aufgerundet wurde, teilweise sogar mehr, wie im Fall von jpc.de, die gleich verdoppelt haben. Zusammen mit sonstigen Kleinspenden und dem Erlös aus dem Verkauf der T-Shirts sollte damit die Grenze von 1000 Euro, die für den Guten Zweck zusammengekommen sind, deutlich sprengen. Die genaue Zahl wird erst in den nächsten Tagen bekanntgegeben.

Eine Charity-Aktion hat immer auch einen Empfänger, oder wie in diesem Fall, auch drei. Es handelt sich dabei um die Münster Tafel e.V., das Familienhaus und Tatort – Straßen der Welt e.V., die den Spendenbetrag von den Sponsoren zu gleichen Teilen erhalten.

Besonderer Dank gilt dem örtlichen CTO Malte, der die Organisation des lokalen Events gemeistert hat und ganz herzlich geht auch das Dankeschön an Andreas Bruckschlögl von TDP, der wesentliche Zeit in Website und Organisation gesteckt hat. Und nicht zuletzt geht der Dank auch an alle Teilnehmer vor Ort und weltweit.

Recaps aus weiteren Städten finden sich hier:

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Adventskalender der Webkrauts

Die Webkrauts stellen in jedem Jahr einen Adventskalender zusammen, der verschiedenste Themen aus dem Alltag und Arbeitsumfeld von Webentwicklern beleuchtet. Nach einigen Jahren Pause steure ich in diesem Jahr auch mal wieder einen Artikel bei. Mehr dazu, wenn mein Türchen geöffnet wird.

Den Anfang macht heute Christoph Zillgens mit einem Artikel über Responsive Images.

Mein eigener Beitrag zum Adventskalender ist mittlerweile auch online und konnte schon eine angeregte Diskussion erzeugen.

Webkrauts-Adventskalender

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